sechster eintrag: schreibwerkstatt

heute gibt es endlich wieder etwas kreatives mit worten von mir.

letzte woche war ich bei einer schreibwerkstatt von sigrid in caputh. dieses mal ging es um kürzestgeschichten, die auf postkarten passen, also noch viel, viel kürzere geschichten als kurzgeschichten. die herausforderung für mich war, innerhalb kurzer zeit (schon wieder „kurz“ 😉 ) geschichten zu schreiben, was mir überhaupt nicht leicht fällt. bevor ich eine geschichte zu papier bringe, beschäftige ich mich gedanklich eine weile mit ihr. deswegen war ich ganz schön aufgeregt und weil ich lange zeit nichts mehr zu papier gebracht hatte. das letzte, was ich geschrieben habe, war meine hausarbeit über eine erzählung von eta hoffmann (meiner ersten überhaupt jemals) und die hat mir riesigen spaß gemacht. das ist bei mir nicht selbstverständlich, denn ich bin eine meisterin des selbstzweifels. doch diese hausarbeit brachte mich zum schreiben zurück und holte mich weg aus der welt des selbstzweifels und des miesepetrigen perfektionismus. ich freute mich also auf die schreibwerkstatt und sagte herrn perfektionismus, dass er fernbleiben solle, weil ich einfach nur spaß haben möchte.

und so sah es bei mir aus, als ich nach der schreibwerkstatt nach hause kam:

image

es gab fünf übungen mit jeweils 20 bis 30 minuten bearbeitungszeit. und mir fiel immer etwas ein. ich war über mich selbst erstaunt. überhaupt entstanden bei allen teilnehmern schöne geschichten. vier meiner texte werde ich nach und nach hier einstellen. den anfang macht diese kleinstgeschichte, die eigentlich eine fünf-zeilen-geschichte sein sollte, aber bei mir sind es dann doch mehr geworden. ich wünsche euch viel spaß beim lesen.

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Idylle

Ich sitze an einem finnischen See, der in der Sonne glitzert, auf einer Decke mit einem Buch in der Hand. Die Grillen zirpen, Sonnenstrahlen hüllen mich ein.

Es wird dunkler, das Wasser kräuselt sich, Wind kommt auf. Besorgt schaue ich nach oben. Graue Wolken verdrängen die Sonne.

Ich bleibe trotzdem sitzen, blättere zur nächsten Seite um und lese weiter. Doch meine Gedanken hängen bei dem Schauspiel am Himmel. Gibt es gleich ein Unwetter? Sollte ich in die Hütte gehen oder möchte ich im Regen sitzen bleiben?

Meine Befürchtungen sind umsonst. Die Sonne gewinnt wieder die Oberhand und strahlt die grauen Wolken weg.

Ich sitze auf meiner Decke an einem finnischen See und lese.

© Kim Höpfner

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liebe grüße, kimi

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